M-TEC VHPA: Propan-Wärmepumpe mit bis zu 28 kW

Die modulare Sole-Wasser-Wärmepumpe für Innenräume im Faktencheck: Leistung, R290, Effizienz, Wärmequellen, Förderung und Planung.

Die M-TEC Propan-Wärmepumpe VHPA bringt R290-Technik in den Heizungskeller – und zwar in einer Leistungsklasse, die nicht nur für ein typisches Einfamilienhaus interessant ist. Das Besondere steckt im Aufbau: Mehrere kompakte Wärmepumpenmodule arbeiten in einem gemeinsamen System, jedes mit einem eigenen Kältekreis und weniger als 150 Gramm Propan. So kombiniert M-TEC die Innenaufstellung mit einer skalierbaren Heizleistung.

M-TEC VHPA: Propan-Wärmepumpe mit bis zu 28 kW [Bildinhalt mit KI erstellt]
M-TEC VHPA: Propan-Wärmepumpe mit bis zu 28 kW [Bildinhalt mit KI erstellt]

Wer ältere Meldungen zur VHPA kennt, stolpert allerdings über zwei Zahlen. Zum Marktstart war von 26 kW pro System und 78 kW in Kaskade die Rede. Die aktuelle Produktseite nennt inzwischen bis zu 28 kW pro System und 84 kW in Kaskade. Das ist kein Rechenfehler, sondern ein veränderter Datenstand. Für eine konkrete Planung zählt daher stets das zum angebotenen Gerät gehörende Datenblatt.

Das Wichtigste zur M-TEC Propan-Wärmepumpe

  • Die aktuelle VHPA arbeitet als modulierende Sole-Wasser-Wärmepumpe für die Innenaufstellung.
  • Vier Module mit jeweils 2 bis 7,6 kW ergeben laut aktuellem Produktdatenblatt bis zu 28 kW Heizleistung.
  • Drei Systeme lassen sich auf bis zu 84 kW Gesamtleistung kaskadieren.
  • Jedes Modul enthält weniger als 150 Gramm des natürlichen Kältemittels R290.
  • M-TEC nennt einen SCOP von 5,51 nach EN 14825 und die Energieeffizienzklasse A+++.
  • Als Wärmequellen kommen unter anderem Erdsonden, Flächen- und Ringgrabenkollektoren, Grundwasser, PVT, Eisspeicher und solegeführte Luftwärmetauscher infrage.
  • Ein 8,8-kW-Elektroheizstab ist in der OTM-Regelung integriert; alternativ ist eine Regelung ohne Heizstab erhältlich.

M-TEC VHPA: Propan-Wärmepumpe für den Innenraum

Bei der VHPA handelt es sich nicht um eine klassische Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Ventilator vor dem Haus. Sie entzieht ihre Umweltenergie einem Solekreis. Der kann mit einer Erdsonde, einem Flächenkollektor oder einer anderen geeigneten Quelle verbunden sein. Kompressor, Wärmetauscher, Regelung und die R290-Kältekreise stehen geschützt im Gebäude.

Das löst ein praktisches Problem: Viele Eigentümer möchten keine Außeneinheit im Garten, an der Fassade oder direkt an der Grundstücksgrenze. Gründe gibt es genug – knapper Platz, Schallschutz, Gestaltungsvorgaben oder schlicht die Optik. Eine innen aufgestellte Sole-Wasser-Wärmepumpe erzeugt im Freien kein Ventilatorgeräusch. Geräuschlos ist sie im Technikraum dennoch nicht. M-TEC gibt für die VHPA einen Schallleistungspegel von 39,8 dB nach EN 12102 an. Bei der Raumplanung gehören Körperschallentkopplung, Leitungsführung und der Abstand zu schutzbedürftigen Räumen deshalb auf die Checkliste.

[Bildinhalt mit KI erstellt]

R290, besser bekannt als Propan, ist ein natürliches Kältemittel und kein fluoriertes Treibhausgas. Das macht die Technik mit Blick auf die verschärfte europäische F-Gas-Regulierung interessant. Die EU-Verordnung 2024/573 über fluorierte Treibhausgase treibt den Ausstieg aus Kältemitteln mit hohem Treibhauspotenzial voran. Propan ist allerdings brennbar. Die geringe Füllmenge je Modul ersetzt daher keine fachgerechte Planung, Montage und Inbetriebnahme.

26 oder 28 kW? So lassen sich die Herstellerangaben einordnen

Die ursprüngliche M-TEC-Ankündigung zur Propan-Wärmepumpe bezifferte ein Modul mit 6,5 kW, vier Module mit 26 kW und drei kaskadierte Systeme mit 78 kW. Genau auf diesem Stand basierte auch die erste Fassung dieses Beitrags.

Inzwischen weist die aktuelle VHPA-Produktseite von M-TEC für jedes HPM-Modul einen Leistungsbereich von 2 bis 7,6 kW aus. Vier Module ergeben maximal 28 kW, drei gekoppelte Geräte bis zu 84 kW. Dass die Maximalleistung rechnerisch nicht einfach viermal 7,6 kW beträgt, ist bei Wärmepumpen kein Widerspruch: Die nutzbare Systemleistung hängt vom geprüften Betriebspunkt, von Temperaturen, Regelgrenzen und der konkreten Verschaltung ab.

Für Kaufentscheidungen sind Presse- oder Blogmeldungen ohnehin zweitrangig. Lassen Sie sich im Angebot die genaue Typbezeichnung, den Betriebspunkt der Leistungsangabe und das gültige Produktdatenblatt nennen. Nur so lässt sich prüfen, ob die angebotene Anlage zur berechneten Heizlast passt. Ein bloßer Vergleich der größten kW-Zahl führt schnell zur Überdimensionierung.

Wie das modulare Stapelkonzept funktioniert

Im Gehäuse sitzen bis zu vier HPM-Wärmepumpenmodule übereinander. Jedes Modul besitzt einen separaten Kältekreis mit weniger als 150 Gramm R290. Statt einen großen Propankreislauf für die gesamte Leistung zu bauen, verteilt M-TEC die Aufgabe auf mehrere kleine Einheiten. Die Regelung schaltet oder moduliert sie entsprechend dem aktuellen Wärmebedarf.

Das bringt einen handfesten Vorteil in der Übergangszeit. Ein Gebäude braucht an einem milden Herbsttag nur einen Bruchteil seiner Auslegungsleistung. Dann muss nicht der komplette Maschinenpark mit voller Leistung arbeiten. Die Anlage kann einzelne Module bedarfsgerecht einsetzen. Eine gute Auslegung vorausgesetzt, sinkt die Zahl unnötiger Starts und Stopps. Das schont Komponenten und kann die Effizienz im Teillastbetrieb verbessern.

Für größere Gebäude lassen sich bis zu drei VHPA-Systeme kaskadieren. Auf dem Papier stehen damit bis zu 84 kW bereit. In Mehrfamilienhäusern oder kleineren Gewerbeobjekten ist jedoch nicht allein die Spitzenleistung relevant. Planer müssen auch Redundanz, Warmwasserspitzen, hydraulische Einbindung und das Verhalten bei Ausfall eines Moduls betrachten. Die modulare Architektur kann hier Vorteile bieten, ersetzt aber kein belastbares Anlagenkonzept.

Aktuelle technische Daten im Überblick

Merkmal Aktuelle Herstellerangabe Einordnung
Gerätetyp Modulierende Sole-Wasser-Wärmepumpe Innenaufstellung, Wärmequelle über Solekreis
Leistung je Modul 2 bis 7,6 kW Bis zu vier Module pro System
Systemleistung Bis 28 kW Ältere Meldung: 26 kW
Kaskade Bis 84 kW Drei Systeme; ältere Meldung: 78 kW
Kältemittel R290, weniger als 150 g je Modul Brennbar; Fachplanung bleibt nötig
SCOP 5,51 nach EN 14825 Normwert, keine garantierte Jahresarbeitszahl
Schallleistung 39,8 dB nach EN 12102 Raum- und Körperschallplanung beachten
Effizienzklasse A+++ Herstellerangabe für den definierten Prüfrahmen
Zusatzheizung 8,8 kW elektrisch In OTM integriert; alternative Regelung ohne Heizstab verfügbar
Warmwasserspeicher 150 oder 200 Liter Optional; Bedarf und Zapfprofil prüfen

Datenstand: 27. September 2026. Werte laut aktueller M-TEC-Produktseite; verbindlich sind das zum konkreten Modell gehörende Datenblatt und das Fachhandwerkerangebot.

Was bedeutet „unter 150 Gramm R290 je Modul“?

M-TEC erklärt, dass durch die getrennten Kältekreise keine Gasdetektoren, Zwangsbelüftung, speziellen Leckage-Erkennungen oder Sicherheitsabschaltungen erforderlich seien. Diese Aussage bezieht sich auf die eigene Gerätearchitektur und die dafür vorgesehene Installation. Sie sollte nicht als pauschale 150-Gramm-Regel für jeden Raum und jede Propan-Wärmepumpe gelesen werden.

Für die Praxis gelten die Montageunterlagen des Herstellers, die einschlägigen Normen, die örtlichen Bedingungen und die Beurteilung durch den Fachbetrieb. Raumvolumen, Aufstellhöhe, mögliche Zündquellen und Leitungswege können bei brennbaren Kältemitteln eine Rolle spielen. Arbeiten am Kältekreis gehören ausschließlich in qualifizierte Hände. Eigentümer sollten sich das Sicherheits- und Aufstellungskonzept im Angebot konkret erläutern lassen – inklusive der Anforderungen an Technikraum und Lüftung.

SCOP 5,51: stark im Labor, aber keine Stromkostengarantie

Der Seasonal Coefficient of Performance, kurz SCOP, bildet die Effizienz über eine genormte Heizperiode ab. M-TEC nennt für die VHPA 5,51 nach EN 14825. Vereinfacht bedeutet ein SCOP von 5,51, dass unter den festgelegten Prüfbedingungen aus einer Kilowattstunde Strom rechnerisch 5,51 Kilowattstunden Wärme entstehen. Das ist ein sehr guter Normwert.

Auf der Stromrechnung taucht allerdings nicht der SCOP auf, sondern der reale Verbrauch der gesamten Anlage. Dafür ist die Jahresarbeitszahl aussagekräftiger. Sie berücksichtigt den tatsächlichen Betrieb mitsamt Pumpen, Regelung und gegebenenfalls Heizstab. Eine ergiebige Wärmequelle, niedrige Vorlauftemperaturen und ein sauberer hydraulischer Abgleich der Fußbodenheizung helfen. Häufige Heizstabeinsätze, zu hohe Heizkurven oder eine knapp dimensionierte Quelle ziehen die Bilanz nach unten.

Ein kleines Rechenbeispiel zeigt die Größenordnung: Benötigt ein Haus 20.000 kWh Wärme pro Jahr und erreicht die Gesamtanlage eine reale Jahresarbeitszahl von 4,0, fallen rechnerisch rund 5.000 kWh Strom an. Bei einer Jahresarbeitszahl von 5,0 wären es etwa 4.000 kWh. Warmwasser, Nutzerverhalten, Netz- und Speicherverluste verändern das Ergebnis. Angebote sollten deshalb eine nachvollziehbare Verbrauchsprognose mit Annahmen enthalten – keine Werberechnung unter Idealbedingungen.

Diese Wärmequellen kann die VHPA nutzen

Die Flexibilität auf der Quellenseite ist eine der Stärken des Systems. M-TEC nennt Grundwasser, Erdsonden, Flächenkollektoren, Ringgrabenkollektoren, Erdwärmekörbe, Eisspeicher, PVT-Module für Strom und Wärme sowie solegespeiste Luftwärmetauscher. Nicht jede Quelle ist an jedem Standort sinnvoll.

Erdsonde und Grundwasser

Erdsonden liefern über das Jahr relativ konstante Temperaturen. Bohrung, Genehmigung und geologische Prüfung kosten jedoch Zeit und Geld. In Wasserschutzgebieten können Bohrungen eingeschränkt oder ausgeschlossen sein. Eine Grundwasseranlage kann sehr effizient arbeiten, verlangt aber geeignete Wasserqualität, ausreichende Fördermenge und in der Regel eine wasserrechtliche Erlaubnis. Zwei Brunnen und regelmäßige Kontrollen gehören zum Konzept.

Flächen- oder Ringgrabenkollektor

Wer genügend unversiegelte Grundstücksfläche hat, kann Erdwärme ohne Tiefenbohrung erschließen. Beim Ringgrabenkollektor wird das Rohr entlang eines Grabens verlegt. Die Auslegung muss Bodenart, Feuchte, Entzugsleistung und spätere Bepflanzung berücksichtigen. Zu klein ausgelegte Kollektoren kühlen aus und drücken die Effizienz.

PVT und solegeführter Luftwärmetauscher

PVT-Kollektoren verbinden Photovoltaik mit einem thermischen Absorber. Sie erzeugen Strom und liefern Umweltwärme an den Solekreis. Das kann auf Grundstücken ohne Bohrmöglichkeit spannend sein. Ein solegeführter Luftwärmetauscher nutzt Außenluft, während die eigentliche Wärmepumpe innen bleibt. Der Wärmetauscher braucht im Freien Platz und erzeugt weiterhin Luft- und Ventilatorgeräusche. „Innenaufstellung“ bedeutet in dieser Konfiguration also nicht automatisch, dass außen überhaupt keine Technik steht.

Eignet sich die M-TEC Propan-Wärmepumpe für den Altbau?

Ja, wenn Gebäude, Wärmequelle und Heizflächen zusammenpassen. Das Baujahr allein sagt wenig aus. Vor einer Entscheidung braucht es eine raumweise Heizlastberechnung nach dem dafür vorgesehenen Verfahren. Sie zeigt nicht nur die benötigte Gesamtleistung, sondern auch, ob einzelne Räume mit den vorhandenen Heizkörpern warm werden.

Der einfachste Praxistest findet an kalten Tagen statt: Heizkurve schrittweise absenken und prüfen, ob alle Räume mit einer möglichst niedrigen Vorlauftemperatur komfortabel bleiben. Unsere Tabelle zu typischen Vorlauftemperaturen liefert Anhaltswerte. Reichen einzelne Heizkörper nicht aus, müssen nicht automatisch alle Böden aufgerissen werden. Oft helfen größere Niedertemperaturheizkörper, Gebläsekonvektoren oder gezielte Maßnahmen an der Gebäudehülle.

Eine ausführlichere Einordnung finden Eigentümer im Ratgeber Wärmepumpe im Altbau. Für die VHPA kommt ein zweiter Punkt hinzu: Die Wärmequelle muss ausreichend dimensioniert sein. 28 kW Geräteleistung nützen wenig, wenn Sonde, Kollektor oder Brunnen die erforderliche Umweltenergie nicht dauerhaft bereitstellen.

Warmwasser, Heizstab und Kühlung richtig bewerten

Als Option nennt M-TEC Warmwasserspeicher mit 150 oder 200 Litern. Ob das reicht, hängt nicht von der Wohnfläche, sondern von Haushaltsgröße, Badezimmern, Duschgewohnheiten und gleichzeitigen Zapfungen ab. Für ein Mehrfamilienhaus ist eine individuelle Speicher- und Ladeleistungsberechnung Pflicht. Legionellenschutz, Zirkulationsverluste und gewünschte Warmwassertemperatur beeinflussen die Effizienz.

Der 8,8-kW-Heizstab kann bei Störungen, außergewöhnlicher Last oder bestimmten Betriebsstrategien absichern. Er erzeugt aus einer Kilowattstunde Strom aber nur ungefähr eine Kilowattstunde Wärme. Läuft er häufig, wird es teuer. Im Angebot sollte stehen, wann die Regelung den Heizstab freigibt und wie sich die Betriebsstunden kontrollieren lassen. Ein großer Heizstab ist ein Backup – kein Ersatz für die richtige Dimensionierung.

Die VHPA kann laut Hersteller aktiv oder passiv kühlen. Passivkühlung nutzt das niedrigere Temperaturniveau des Erdreichs mit wenig Verdichterarbeit; aktiv wird der Kältekreis eingesetzt. Flächenheizungen können Räume sanft temperieren, dürfen dabei aber nicht unter den Taupunkt fallen. Feuchtefühler und eine passende Regelstrategie schützen vor Kondenswasser. Eine Wärmepumpe ersetzt bei hohen internen Lasten nicht automatisch eine vollwertige Klimaanlage.

E-Smart, Photovoltaik und steuerbare Verbrauchseinrichtung

Mit dem E-Smart-System lässt sich die Wärmepumpe mit Photovoltaik, Batteriespeicher und Ladepunkten koordinieren. Überschüssiger Solarstrom kann zeitlich begrenzt für höhere Solltemperaturen oder die Warmwasserbereitung genutzt werden. Dabei lohnt Augenmaß: Ein überheizter Speicher verursacht Verluste, und im Winter ist der PV-Ertrag oft gerade dann niedrig, wenn die Wärmepumpe viel Strom braucht.

Neue Wärmepumpen fallen je nach Anschluss und Leistung unter die Regeln für steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG. Der Netzbetreiber darf den netzwirksamen Leistungsbezug in Engpasssituationen begrenzen; im Gegenzug gelten reduzierte Netzentgelte. Was das im Alltag bedeutet, erklärt unser Beitrag zur EVU-Steuerung bei Wärmepumpen. Elektroplanung, Zählerkonzept und Kommunikationsschnittstelle sollten vor der Bestellung geklärt sein.

Kosten und KfW-Förderung: Was vor dem Auftrag geklärt werden muss

Einen allgemein gültigen Endpreis veröffentlicht M-TEC nicht. Bei einer Sole-Wasser-Wärmepumpe besteht das Budget ohnehin aus weit mehr als dem Gerät: Wärmequellenerschließung, Planung, Genehmigungen, Hydraulik, Speicher, Elektroarbeiten, Demontage der Altanlage und mögliche Anpassungen an Heizflächen kommen hinzu. Drei vergleichbare Angebote sind sinnvoll. Jedes sollte denselben Leistungsumfang und dieselbe berechnete Heizlast abdecken.

Für selbst genutzte Wohngebäude fördert das Programm KfW 458 den Heizungstausch. Nach den seit 21. Juli 2026 geltenden Bedingungen bewegt sich der Zuschuss je nach persönlicher Situation und erfüllten Bonusregeln zwischen 30 und 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Förderbedingungen ändern sich. Prüfen Sie deshalb vor Vertragsschluss, ob das konkrete VHPA-Modell förderfähig ist und welche Nachweise erforderlich sind.

Typischerweise erstellt ein Fachunternehmen oder Energieeffizienz-Experte die Bestätigung zum Antrag. Der Antrag muss im vorgesehenen Ablauf vor Beginn der Arbeiten gestellt werden; ein Liefer- oder Leistungsvertrag benötigt die von der KfW verlangte aufschiebende oder auflösende Bedingung. Wer erst bestellt und sich später um die Förderung kümmert, riskiert den Zuschuss.

Für wen passt die VHPA – und für wen eher nicht?

Die M-TEC VHPA ist besonders interessant, wenn eine Innenaufstellung gewünscht ist, eine ergiebige Wärmequelle erschlossen werden kann und der Wärmebedarf oberhalb kleiner Standardgeräte liegt oder später flexibel erweitert werden soll. Auch Projekte mit PVT, mehreren Wärmequellen oder einem übergeordneten Energiemanagement passen zum Konzept.

Weniger naheliegend ist sie, wenn weder Erdreich, Grundwasser noch ein sinnvoller alternativer Solekreis verfügbar sind. Für ein sehr kleines, gut gedämmtes Haus kann selbst das kleinste sinnvolle Modulpaket unnötig komplex sein. Wer die günstigste Erstinvestition sucht, muss Sole-Wasser-Systeme sorgfältig gegen eine gute Luft-Wasser-Wärmepumpe rechnen. Der technische Reiz allein bezahlt keine Bohrung.

Checkliste für ein belastbares Angebot

  1. Raumweise Heizlast und Warmwasserbedarf berechnen lassen.
  2. Genaues VHPA-Modell, Modulzahl und Leistung am Auslegungspunkt festhalten.
  3. Wärmequelle mit Entzugsleistung, Genehmigungen und Folgekosten planen.
  4. Vorlauftemperatur, Heizflächen und hydraulischen Abgleich prüfen.
  5. Aufstellraum, Schallentkopplung und Herstellervorgaben für R290 dokumentieren.
  6. Stromanschluss, Zählerkonzept, §-14a-Anbindung und PV-Integration abstimmen.
  7. Heizstab-Freigabe, Kühlbetrieb und Warmwasserkonzept schriftlich definieren.
  8. Förderfähigkeit des exakten Modells und Antragsreihenfolge vor dem Auftrag klären.
  9. Verbrauchsprognose, Wartung, Garantie und Fernzugriff vergleichen.

Einordnung: viel Leistung, aber Planung schlägt Prospektwert

Die M-TEC Propan-Wärmepumpe VHPA ist technisch ungewöhnlich: kleine getrennte R290-Kältekreise, Innenaufstellung, ein breites Spektrum an Solequellen und bis zu 28 kW in einem modularen System. Für größere Wohngebäude oder Gewerbeprojekte erweitert die 84-kW-Kaskade den Einsatzbereich deutlich.

Ihre Stärken spielt die Anlage nur in einem stimmigen Gesamtsystem aus. Heizlast, Wärmequelle, Vorlauftemperatur, Hydraulik und Regelung bestimmen die späteren Kosten stärker als ein einzelner SCOP-Wert. Wer Angebote anhand dieser Punkte vergleicht und den aktuellen Datenstand prüft, kann die VHPA sachlich beurteilen – ohne sich von der größten Leistungszahl blenden zu lassen.

Häufige Fragen zur M-TEC Propan-Wärmepumpe

Wie viel Leistung bietet die M-TEC VHPA?

Die aktuelle Herstellerseite nennt bis zu 28 kW pro System. Vier Module arbeiten dafür gemeinsam. Drei Systeme lassen sich laut M-TEC auf bis zu 84 kW kaskadieren. Ältere Unterlagen nennen 26 kW pro System und 78 kW in Kaskade.

Warum steht in älteren Meldungen 26 kW?

Die erste Produktankündigung rechnete mit vier Modulen zu jeweils 6,5 kW. Der aktuelle Datenstand weist je Modul 2 bis 7,6 kW und maximal 28 kW Systemleistung aus. Maßgeblich ist das Datenblatt des tatsächlich angebotenen Geräts.

Kann eine Propan-Wärmepumpe wirklich im Haus stehen?

Die VHPA wurde ausdrücklich für die Innenaufstellung entwickelt. Jedes Modul besitzt einen eigenen Kältekreis mit weniger als 150 Gramm R290. Trotzdem müssen Fachbetrieb und Planer die aktuellen Herstellerunterlagen, Normen und Bedingungen des Aufstellraums einhalten.

Braucht die VHPA eine Außeneinheit?

Nicht zwingend. Mit Erdsonde, Flächenkollektor oder Grundwasser gibt es keine klassische Ventilator-Außeneinheit. Wird ein solegeführter Luftwärmetauscher genutzt, steht weiterhin eine Wärmequellenkomponente im Freien.

Ist die M-TEC Propan-Wärmepumpe für Heizkörper geeignet?

Das kann funktionieren, wenn Heizlast, Heizkörperleistung und erforderliche Vorlauftemperatur zusammenpassen. Eine raumweise Berechnung und ein Test mit abgesenkter Heizkurve liefern eine bessere Entscheidungsgrundlage als das Gebäudealter.

Was sagt der SCOP von 5,51 aus?

Der SCOP ist ein standardisierter saisonaler Effizienzwert unter Prüfbedingungen. Er erleichtert Produktvergleiche, garantiert aber keine bestimmte Stromrechnung. Für den realen Betrieb zählen Wärmequelle, Systemtemperaturen, Hydraulik und Heizstabeinsatz.

Welche Wärmequellen unterstützt die VHPA?

M-TEC nennt Erdsonden, Grundwasser, Flächen- und Ringgrabenkollektoren, Erdwärmekörbe, Eisspeicher, PVT-Anlagen sowie solegeführte Luftwärmetauscher. Die passende Lösung hängt vom Grundstück, den Genehmigungen und der benötigten Entzugsleistung ab.

Ist die M-TEC VHPA förderfähig?

Eine Förderung über KfW 458 kann möglich sein. Vor dem Auftrag müssen Eigentümer die Förderfähigkeit des exakten Modells, die persönlichen Bonusvoraussetzungen und die korrekte Antragsreihenfolge prüfen. Fachunternehmen oder Energieeffizienz-Experten erstellen die erforderlichen technischen Nachweise.

Jetzt klicken zum bewerten!
[Total: 2 Average: 5]

Quellen und weiterführende Informationen

Die folgenden Primärquellen wurden passend zum Thema dieses Beitrags ausgewählt und zuletzt am 12. September 2026 geprüft.

Mehr anzeigen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"