Heizwert von Brennholz im Vergleich

Der Heizwert von Brennholz entscheidet darüber, wie viel Wärme eine Holzart beim Verbrennen liefert. Dennoch reicht ein Vergleich in Kilowattstunden pro Kilogramm allein nicht aus. Entscheidend sind auch die Holzdichte, der Feuchtigkeitsgehalt und die gekaufte Mengeneinheit. Während leichte Nadelhölzer pro Kilogramm gute Werte erreichen, liefern schwere Harthölzer meist deutlich mehr Energie pro Raummeter. Die folgende Heizwerttabelle zeigt, wie sich Robinie, Eiche, Buche, Esche, Birke, Fichte und weitere Holzarten unterscheiden. Zudem erfahren Sie, welches Holz lange glüht, schnell Wärme erzeugt oder sich besonders gut zum Anzünden eignet.

Heizwert von Brennholz im Vergleich
Heizwert von Brennholz im Vergleich

Das Wichtigste in Kürze

  • Robinie erreicht mit rund 2.140 kWh pro Raummeter den höchsten Wert im Vergleich.
  • Eiche, Buche und Esche liefern viel Wärme und eignen sich für lang anhaltendes Heizen.
  • Der Heizwert pro Kilogramm unterscheidet sich zwischen den Holzarten nur relativ wenig.
  • Die Holzdichte bestimmt maßgeblich, wie viel Energie in einem Raummeter Brennholz steckt.
  • Brennholz sollte höchstens 20 Prozent Feuchtigkeit enthalten, wobei etwa 15 Prozent ideal sind.

Welche Holzart hat den höchsten Heizwert?

Robinie erreicht in der vorliegenden Vergleichstabelle mit rund 2.140 kWh pro Raummeter den höchsten Heizwert. Knapp dahinter folgen Eiche mit 2.130 kWh, Buche mit 2.040 kWh und Esche mit 2.010 kWh pro Raummeter. Pro Kilogramm liegen dagegen viele Holzarten mit etwa 4,1 bis 4,4 kWh relativ dicht beieinander.

Was bedeuten Heizwert und Brennwert bei Brennholz?

Der Brennholz Heizwert beschreibt die Energiemenge, die bei der vollständigen Verbrennung eines Brennstoffs nutzbar wird. Er wird bei Brennholz meist in Kilowattstunden pro Kilogramm oder pro Raummeter angegeben. Die Einheit kWh/kg ermöglicht einen Vergleich anhand des Gewichts. Die Angabe kWh/RM zeigt dagegen, wie viel Energie eine gestapelte Holzmenge liefert. Für private Käufer ist der Wert pro Raummeter daher oft aussagekräftiger.

Der Brennwert liegt etwas höher als der Heizwert. Er berücksichtigt zusätzlich die Wärme, die bei der Kondensation des im Abgas enthaltenen Wasserdampfs frei wird. Diese zusätzliche Energie kann jedoch nur mit geeigneter Brennwerttechnik genutzt werden. Klassische Kaminöfen und Holzöfen führen den Wasserdampf normalerweise über den Schornstein ab. Deshalb wird im Alltag fast immer mit dem Heizwert gerechnet.

Die Begriffe werden trotzdem häufig verwechselt. Auch Tabellen werden teilweise als Brennwerttabellen bezeichnet, obwohl sie Heizwerte enthalten. Für die Auswahl von Scheitholz ist diese sprachliche Ungenauigkeit meist nicht entscheidend. Wichtig ist vielmehr, dass alle verglichenen Werte auf einem ähnlichen Feuchtigkeitsgehalt beruhen. Nur dann lassen sich verschiedene Holzarten sinnvoll gegenüberstellen.

Der Heizwert beschreibt zudem nicht automatisch die tatsächlich im Wohnraum ankommende Wärme. Ein Teil der Energie geht über die Abgase, den Schornstein und unvollständige Verbrennung verloren. Ein moderner Ofen kann einen deutlich höheren Wirkungsgrad erreichen als ein veraltetes Modell. Auch die Bedienung beeinflusst das Ergebnis. Zu wenig Verbrennungsluft, feuchtes Holz oder ein überfüllter Brennraum senken die nutzbare Wärme.

Für eine realistische Berechnung muss der Heizwert deshalb mit dem Wirkungsgrad des Ofens multipliziert werden. Liefert ein Raummeter Buchenholz theoretisch 2.040 kWh und arbeitet der Ofen mit 80 Prozent Wirkungsgrad, bleiben rechnerisch etwa 1.632 kWh nutzbare Wärme. In der Praxis können weitere Verluste entstehen. Trotzdem eignet sich diese Berechnung gut für einen groben Kostenvergleich.

Warum beeinflusst die Holzfeuchte den Heizwert so stark?

Der Feuchtigkeitsgehalt gehört zu den wichtigsten Faktoren beim Heizen mit Holz. Frisch geschlagenes Holz kann je nach Holzart, Jahreszeit und Lagerung sehr viel Wasser enthalten. Dieses Wasser muss während der Verbrennung zunächst erwärmt und verdampft werden. Dafür wird ein Teil der im Holz gespeicherten Energie verbraucht. Diese Energie steht anschließend nicht mehr für die Raumheizung zur Verfügung.

Trockenes Brennholz entzündet sich schneller und erreicht höhere Verbrennungstemperaturen. Dadurch verbrennt es sauberer und effizienter. Gleichzeitig entstehen weniger Rauch, Ruß und unverbrannte Bestandteile. Feuchtes Holz kann dagegen stark qualmen. Zudem fördert es Ablagerungen im Ofenrohr und im Schornstein.

Brennholz sollte eine Restfeuchte von höchstens 20 Prozent besitzen. Als besonders günstig gelten Werte von etwa 15 bis 18 Prozent. Die Heizwerttabelle in diesem Beitrag basiert auf einer Holzfeuchte von ungefähr 15 Prozent. Dabei handelt es sich um einen üblichen Wert für gut gelagertes und ofenfertiges Scheitholz.

Die Holzfeuchte sollte nicht mit dem Wassergehalt verwechselt werden. Beide Werte werden unterschiedlich berechnet und können daher voneinander abweichen. Handelsübliche Holzfeuchtemessgeräte zeigen in der Regel die Holzfeuchte an. Für eine brauchbare Messung sollte ein Scheit frisch gespalten werden. Anschließend wird an der neu entstandenen Innenfläche gemessen.

Eine Messung an der Außenseite kann irreführend sein. Die Oberfläche trocknet oft schneller als der Kern. Deshalb kann ein Scheit außen trocken wirken, obwohl es innen noch zu feucht ist. Besonders bei dicken Scheiten dauert die vollständige Trocknung länger. Auch dichtes Hartholz benötigt meist mehr Zeit als leichtes Nadelholz.

Die notwendige Lagerdauer hängt von der Holzart und den Bedingungen ab. Das Holz sollte gespalten, luftig und vor direktem Regen geschützt lagern. Ein sonniger Standort mit guter Luftzirkulation unterstützt die Trocknung. Eine vollständig geschlossene Folie ist dagegen ungeeignet, weil sich darunter Feuchtigkeit stauen kann. Der Bodenabstand schützt zusätzlich vor aufsteigender Nässe.

Eichenholz benötigt häufig eine längere Trocknungszeit. Buche muss ebenfalls sorgfältig gelagert werden, weil sie bei ungünstigen Bedingungen stocken oder verpilzen kann. Esche trocknet vergleichsweise gut und verbindet einen hohen Raummeter-Heizwert mit günstigen Verbrennungseigenschaften. Fichte und Kiefer trocknen meist schneller, besitzen jedoch eine geringere Dichte.

Wie hoch ist der Heizwert der verschiedenen Holzarten?

Die folgende Tabelle zeigt die Heizwerte der betrachteten Holzarten bei einer Feuchtigkeit von etwa 15 Prozent. Neben dem Wert pro Kilogramm enthält sie das ungefähre Gewicht pro Festmeter und Raummeter. Außerdem wird der Heizwert pro Raummeter dargestellt. Das Heizöläquivalent erleichtert den Vergleich mit einer Ölheizung.

Holzart Heizwert kWh/kg kg/FM kg/RM Heizwert kWh/RM Heizöläquivalent
Robinie 4,1 730 kg 521 kg 2.140 kWh 214 l
Eiche 4,2 710 kg 507 kg 2.130 kWh 213 l
Buche 4,2 680 kg 486 kg 2.040 kWh 204 l
Esche 4,2 670 kg 479 kg 2.010 kWh 201 l
Birke 4,3 630 kg 450 kg 1.940 kWh 194 l
Ahorn 4,1 653 kg 466 kg 1.910 kWh 191 l
Lärche 4,4 600 kg 429 kg 1.890 kWh 189 l
Ulme 4,1 640 kg 457 kg 1.870 kWh 187 l
Kiefer 4,4 550 kg 393 kg 1.730 kWh 173 l
Douglasie 4,4 510 kg 364 kg 1.600 kWh 160 l
Fichte 4,4 470 kg 336 kg 1.480 kWh 148 l
Erle 4,1 500 kg 357 kg 1.460 kWh 146 l
Tanne 4,4 460 kg 329 kg 1.450 kWh 145 l
Weide 4,1 430 kg 307 kg 1.260 kWh 126 l

Die Werte zeigen einen wichtigen Zusammenhang. Leichte Nadelhölzer besitzen pro Kilogramm teilweise einen höheren Heizwert als schwere Laubhölzer. Lärche, Kiefer, Douglasie, Fichte und Tanne erreichen beispielsweise etwa 4,4 kWh pro Kilogramm. Robinie kommt dagegen nur auf etwa 4,1 kWh pro Kilogramm.

Pro Raummeter kehrt sich dieses Verhältnis jedoch um. Ein Raummeter Robinie enthält wegen der hohen Dichte deutlich mehr Holzmasse als ein Raummeter Fichte. Deshalb liefert Robinie rund 2.140 kWh pro Raummeter. Fichte erreicht dagegen nur etwa 1.480 kWh. Der Unterschied beträgt somit rund 660 kWh.

Auch das Heizöläquivalent macht die Abweichungen sichtbar. Ein Raummeter Robinie entspricht rechnerisch etwa 214 Litern Heizöl. Bei einem Raummeter Weide sind es nur ungefähr 126 Liter. Diese Werte beschreiben den Energieinhalt und nicht die tatsächlich nutzbare Wärme. Die Wirkungsgrade von Holzofen und Ölheizung müssen für einen vollständigen Vergleich zusätzlich berücksichtigt werden.

Das Gewicht pro Raummeter ist ebenfalls nur ein Richtwert. Die Scheitlänge, die Stapelqualität und die Größe der Zwischenräume beeinflussen die enthaltene Holzmenge. Gleiches gilt für die Dichte, die innerhalb einer Holzart schwanken kann. Standort, Wachstumsgeschwindigkeit und Feuchtigkeit wirken sich ebenfalls auf das Gewicht aus.

Holz ist ein Naturprodukt. Daher können reale Werte von den Tabellenangaben abweichen. Die Tabelle dient vor allem als Orientierung für den Einkauf und die Heizplanung. Für genaue Berechnungen sollten die tatsächliche Liefermenge, die gemessene Feuchtigkeit und der Wirkungsgrad der Feuerstätte einbezogen werden.

Welche Harthölzer liefern besonders lange Wärme?

Robinie besitzt im Vergleich den höchsten Heizwert pro Raummeter. Das sehr dichte Holz brennt langsam und entwickelt lang anhaltende Wärme. Es eignet sich deshalb für längere Heizphasen. Allerdings ist Robinienholz regional nicht überall in größeren Mengen verfügbar. Zudem kann seine hohe Dichte das Spalten erschweren.

Eiche folgt mit rund 2.130 kWh pro Raummeter knapp hinter Robinie. Das Holz erzeugt eine gleichmäßige und lang anhaltende Glut. Deshalb eignet es sich gut für größere Öfen und längere Abbrandzeiten. Eichenholz sollte jedoch gründlich getrocknet werden. Es enthält Gerbstoffe und benötigt häufig eine längere Lagerzeit.

Bei nicht ausreichend getrockneter Eiche können Verbrennung und Abgasqualität ungünstig ausfallen. Auch ein dauerhafter Schwelbetrieb sollte vermieden werden. Das Holz benötigt genügend Luft und eine ausreichend hohe Temperatur. Dann kann es seine Stärken gut ausspielen.

Buche erreicht etwa 2.040 kWh pro Raummeter und gilt als klassisches Premium-Brennholz. Sie brennt ruhig, gleichmäßig und mit einem ansprechenden Flammenbild. Außerdem bildet sie eine gute Glut. Deshalb wird Buchenholz häufig in Kaminöfen, Kachelöfen und Holzvergasern eingesetzt.

Buchenholz lässt sich meist gut spalten. Es sollte jedoch zeitnah nach dem Einschlag verarbeitet und luftig gelagert werden. Ungespaltene oder schlecht belüftete Buche kann schnell Verfärbungen, Pilzbefall oder Fäulnis entwickeln. Gut getrocknet zählt sie dagegen zu den vielseitigsten Brennhölzern.

Esche erreicht rund 2.010 kWh pro Raummeter. Sie verbindet einen hohen Energiegehalt mit einer vergleichsweise guten Trocknung. Das Holz brennt heiß, ruhig und mit wenig Funkenflug. Zudem entwickelt es eine stabile Glut. Damit eignet sich Esche sowohl für Kaminöfen als auch für andere Scheitholzfeuerungen.

Ahorn und Ulme liegen mit etwa 1.910 beziehungsweise 1.870 kWh pro Raummeter im Mittelfeld. Beide Holzarten können gleichmäßig Wärme abgeben. Ahorn ist gut geeignet, wenn er ausreichend trocken ist. Ulme liefert ebenfalls angenehme Wärme, ist als Brennholz jedoch seltener verfügbar.

Bei der Auswahl eines Hartholzes sollte nicht nur der Tabellenwert entscheiden. Ein regional erhältliches Holz mit kurzen Transportwegen kann wirtschaftlicher sein als eine seltene Holzart mit minimal höherem Heizwert. Auch der Preis pro Raummeter spielt eine zentrale Rolle. Der beste Heizwert führt nicht automatisch zum günstigsten Wärmepreis.

Wie unterscheiden sich Birke, Nadelholz und leichte Holzarten?

Birke nimmt eine besondere Stellung ein. Sie erreicht etwa 4,3 kWh pro Kilogramm und rund 1.940 kWh pro Raummeter. Damit liegt sie unter Buche und Esche, aber deutlich über vielen Nadelhölzern. Birkenholz lässt sich gut entzünden und entwickelt schnell eine lebhafte Flamme.

Die ätherischen Bestandteile der Birkenrinde erleichtern das Anzünden. Deshalb wird Birke gern für Kaminfeuer verwendet. Sie erzeugt zudem ein helles und dekoratives Flammenbild. Im Vergleich zu Eiche oder Robinie ist die Abbrandzeit jedoch kürzer. Für schnelles Aufheizen ist das häufig ein Vorteil.

Lärche liefert rund 4,4 kWh pro Kilogramm und etwa 1.890 kWh pro Raummeter. Sie gehört zu den dichteren Nadelhölzern. Daher liegt ihr Raummeter-Heizwert deutlich über dem von Fichte oder Tanne. Lärchenholz enthält jedoch Harz. Dadurch kann es lebhaft brennen und Funken bilden.

Kiefer erreicht ebenfalls rund 4,4 kWh pro Kilogramm. Wegen ihrer geringeren Dichte liefert sie pro Raummeter jedoch nur etwa 1.730 kWh. Das Holz entzündet sich schnell und erzeugt rasch Wärme. Deshalb eignet es sich gut zum Anheizen oder für kurze Heizintervalle.

Douglasie kommt auf ungefähr 1.600 kWh pro Raummeter. Sie ist harzreich und entwickelt eine intensive Flamme. Auch sie kann zum schnellen Aufheizen genutzt werden. Bei offenen Feuerstellen ist wegen möglichem Funkenflug jedoch Vorsicht erforderlich.

Fichte gehört zu den am häufigsten verfügbaren Brennhölzern. Pro Kilogramm erreicht sie zwar etwa 4,4 kWh. Ein Raummeter liefert wegen der geringen Dichte aber nur rund 1.480 kWh. Fichtenholz brennt schnell ab und eignet sich gut als Anzündholz. Außerdem kann es günstig sein, wenn es regional als Restholz anfällt.

Tanne liegt mit etwa 1.450 kWh pro Raummeter knapp unter Fichte. Das Holz erzeugt schnelle, aber vergleichsweise kurzfristige Wärme. Erle erreicht rund 1.460 kWh pro Raummeter und brennt ebenfalls relativ schnell. Sie muss gut getrocknet werden, weil sie im frischen Zustand viel Feuchtigkeit enthalten kann.

Weide bildet mit etwa 1.260 kWh pro Raummeter das Schlusslicht der Tabelle. Das leichte Holz ist dennoch nicht wertlos. Es kann in kleineren Öfen oder während der Übergangszeit eingesetzt werden. Wegen der geringen Energiedichte wird jedoch mehr Lagerraum benötigt. Außerdem muss häufiger Holz nachgelegt werden.

Welches Brennholz ist wirtschaftlich und praktisch am besten?

Die wirtschaftlich beste Holzart lässt sich nicht allein anhand des Heizwerts bestimmen. Entscheidend ist der Preis pro nutzbarer Kilowattstunde. Ein günstiger Raummeter Fichte kann wirtschaftlicher sein als teure Buche. Dafür benötigt Fichte mehr Lagerraum und verursacht mehr Nachlegearbeit. Ein direkter Preisvergleich sollte deshalb immer den Energiegehalt berücksichtigen.

Dazu wird der Kaufpreis durch den Heizwert pro Raummeter geteilt. Kostet ein Raummeter Buche beispielsweise 150 Euro und enthält 2.040 kWh, liegt der theoretische Brennstoffpreis bei rund 7,35 Cent pro kWh. Bei einem Ofenwirkungsgrad von 80 Prozent steigt der Preis der nutzbaren Wärme auf rund 9,19 Cent pro kWh. Lieferkosten und sonstige Verluste sind dabei noch nicht enthalten.

Auch die verkaufte Mengeneinheit muss beachtet werden. Ein Festmeter besteht rechnerisch aus einem Kubikmeter massiver Holzsubstanz ohne Zwischenräume. Ein Raummeter bezeichnet einen Kubikmeter sauber gestapeltes Scheitholz einschließlich der Luftzwischenräume. Ein Schüttraummeter enthält lose geschüttete Scheite und daher noch mehr Zwischenräume. Die Einheiten dürfen beim Preisvergleich nicht gleichgesetzt werden.

Ein weiterer oft übersehener Blickwinkel ist der Wert des verfügbaren Lagerraums. Wer nur eine kleine Holzlege besitzt, profitiert stärker von dichtem Hartholz. Ein Raummeter Robinie speichert deutlich mehr Energie als ein Raummeter Weide. Dadurch muss seltener nachgekauft und weniger Volumen gelagert werden. Bei viel Platz kann günstiges Nadelholz dagegen attraktiv sein.

Auch der gewünschte Heizrhythmus verändert die Auswahl. Für dauerhaftes Heizen sind Robinie, Eiche, Buche und Esche vorteilhaft. Sie brennen länger und bilden eine stabile Glut. Für schnelles Aufwärmen eignen sich Birke, Kiefer, Fichte oder Tanne. In der Übergangszeit kann ein schneller Abbrand sogar sinnvoller sein, weil der Raum nicht überhitzt.

Eine Mischung verschiedener Holzarten bietet häufig die praktischste Lösung. Leichtes Nadelholz erleichtert das Anzünden und bringt den Brennraum schnell auf Temperatur. Anschließend sorgen Buche, Esche oder Eiche für einen längeren Abbrand. Dadurch lassen sich die Vorteile verschiedener Hölzer verbinden. Gleichzeitig kann regional verfügbares Restholz sinnvoll genutzt werden.

Die Scheitgröße beeinflusst den Abbrand ebenfalls. Kleine Scheite besitzen eine große Oberfläche und verbrennen schneller. Große Scheite geben ihre Energie langsamer ab. Deshalb kann dasselbe Holz je nach Aufbereitung unterschiedlich wirken. Der reine Tabellenwert erklärt also nicht das gesamte Heizverhalten.

Auch die Feuerstätte muss zur Holzart passen. Ein kleiner Kaminofen kann mit großen Mengen sehr dichten Holzes schnell überlastet werden. Harzreiches Nadelholz kann in offenen Kaminen stärkeren Funkenflug verursachen. Die Herstellerangaben zur zulässigen Brennstoffmenge und Scheitgröße sollten daher immer beachtet werden.

Fazit: Der Heizwert entscheidet nicht allein

Der Heizwert von Brennholz zeigt, wie viel Energie eine Holzart liefern kann. Pro Raummeter liegen Robinie, Eiche, Buche und Esche vorn. Fichte, Tanne und Weide benötigen dagegen mehr Lagerraum. Dennoch können leichte Hölzer beim Anheizen oder in der Übergangszeit sinnvoll sein. Achten Sie außerdem auf höchstens 20 Prozent Holzfeuchte, regionale Verfügbarkeit und den Preis pro Kilowattstunde. Besonders effizient ist häufig eine Mischung aus schnell brennendem Nadelholz und dichtem Hartholz für lang anhaltende Wärme.

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